| Artikelnummer:: | RV35012 |
| Menge: | 1 |
Bei der Wehrmacht wurde als Nachfolger des Maschinengewehrwagens, schwer (If.3) zusammen mit den MG 34 bei den Maschinengewehr-Kompanien der Infanterie-Bataillone der Maschinengewehr-Wagen 36 (If.5) eingeführt; nicht jedoch bei den Gebirgsjägern, die ihre Maschinengewehre – wie vorher die Jäger der Reichswehr – auf Tragtieren mitführten. Wie sein Vorgänger war auch der neue Wagen aus Blech gefertigt und in einen zweirädrigen Vorderwagen und einen zweirädrigen Hinterwagen aufgeteilt, wobei der Hinterwagen zum Transport von zwei schweren Maschinengewehren MG 34 mit Maschinengewehr-Lafette 34 und der zugehörigen Munition diente.
Er wurde ebenfalls zweispännig gefahren, hatte jedoch Stahlscheibenräder mit Pneus. Die Maschinengewehre wurden auch nicht mehr offen – und damit der Witterung ausgesetzt – transportiert, sondern in verschließbaren Kästen aufbewahrt; die Lafetten wurden – mit Planen abgedeckt – außen an der Hinterwand des Hinterwagens befestigt.
Als besondere Neuheit konnten die beiden Maschinengewehre in einer „Zwillingssockel-Lafette“ auf dem Wagen fertig zur Fliegerabwehr transportiert werden. Dabei konnte auch einer der beiden Richtschützen in der Lafette auf dem Wagen mitfahren. Durch eine spezielle Vorrichtung konnte der Schütze den Hinterwagen vom Vorderwagen abkuppeln und gleichzeitig zwei Stützen ausfahren, die den Hinterwagen stabilisierten und so dem Schützen einen sicheren Stand zum Fliegerbeschuss gaben.
Ab 1941 wurde der Maschinengewehr-Wagen 36 (If.5) bei den „leichten“ Infanterie-Divisionen (den späteren Jäger-Divisionen) durch zwei einspännige Kombinationen aus je zwei Infanteriekarren (If. 8) ersetzt. Im weiteren Kriegsverlauf, als die Zwillings-Maschinengewehre ihre Wirksamkeit gegen die modernen Flugzeuge verloren hatten, wurde dies bei allen Divisionen vorgenommen.
Quelle: Maschinengewehr-Wagen 36 (If.5)
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