Wingnut Wings 1:32 Hansa Brandenburg W.12 von Michi Eberl

Di, Jul 7, 2015

Bauberichte

Baubericht-Hansa Brandenburg W.12

Von Michael Eberl

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Wingnut Wings hat vor nicht allzu langer Zeit einen Bausatz der Hansa- Brandenburg W.12 herausgebracht. Da ich ein großer Fan der Marke bin, und eh noch nicht viele Schwimmer-Flugzeuge gebaut habe (schon gar nicht aus dieser Epoche), war mir klar, MUSS ICH HABEN!

Die Schachtel (tolles Deckelbild) ist bis oben hin mit zehn Spritzlingen, zwei großen Decal-bögen, für fünf Flugzeuge, beide in erstklassiger Qualität, einer kleinen Ätzteilplatine und der hervorragenden Bauanleitung gefüllt. Da sich die fünf Maschinen in kleinen Details von-einander unterscheiden muss man sich gleich am Anfang für eine entscheiden. Ich wählte Flugzeug A.

Cockpit:

Das Cockpit ist, wie zu erwarten, von hervorragender Qualität. Es ist sehr Detailreich und ei-gentlich zu schade zum Einbauen. Für die Holzoptik verwendete ich Holzdecals. Nur beim Instrumentenbrett und den seitlichen Rahmen malte ich das Holz mit Acryl- und Ölfarben. Für die restliche Bemalung geschah ebenfalls mit Acrylfarben. Das Cockpit wurde mit         Pigmenten und Washes dezent gealtert. Die Instrumente wurden mit den beiliegenden Decals dargestellt, ebenso die Karte auf dem kleinen Klapptisch.

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Motor:

Der Motor ist ein Modell für sich. Selbst die Zündkerzen sind Angegossen aber auch aus der Schachtel gebaut kann er überzeugen. Ich habe allerdings ein paar Verbesserungen vorgenommen. Zum einen Hat man die Möglichkeit zwischen angegossenen und separaten Ventilstößeln. Entschieden habe ich mich für letzteres, da es wesentlich besser aussieht. Dazu wurden die Ventilstößel aus 0.5mm Plastik-rundmaterial von Evergreen erstellt. Außerdem wurden noch die Zündkabel und ihre Führungen ergänzt. Bemalt wurde der Motor mit diversen Acrylfarben und Tamya TS 30 aus der Sprühdose. Die Alterung erfolgte durch Neutral Wash von Mig.

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Rumpf, Tragflächen und Schwimmer:

Die Rumpfhälften wurden innen mit Acrylfarben und Weiß aus der Spraydose bemalt. Für die Holzoptik kamen wieder Holzdecals zum Einsatz. Nach einer Versiegelung mit Mattlack wurde ein Washing durchgeführt. Nachdem dieses getrocknet war konnte das Cockpit in eine der Hälften geklebt werden, was ohne Probleme gelang. Das anschließende zusammen-fügen des Rumpfes war kein Problem. Ich verspachtelte die Naht zur Sicherheit, auch wenn dieses vielleicht nicht nötig gewesen wäre. Nach dem anschließenden Verschleifen wurden noch das Seitenruder, ein Teil des Höhenleitwerks und die Unteren Tragflächen montiert. Der Zusammenbau der Schwimmer erfolgte ohne Schwierigkeiten. Sie wurden aufgrund der einfacheren Handhabung noch nicht an denRumpf geklebt.

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Bewaffnung:

Die MGs im Bausatz sind hervorragend Detailliert. Man kann zwischen gegossenen und Geätzten Kühlmänteln wählen. Ich entschied mich für die Geätzte Variante.  Um die Mäntel leichter rollen zu können habe ich sie über einer Flamme ausgeglüht. Nachdem der Gerollte Kühlmantel am MG montiert war wurde selbiges Mit Gun Metal bemalt. Für das Parabellum MG verwendete ich eines von Gas Patch Models. Welches auch mit Gun Metal bemalt wurde. Das Magazin bemalte ich Seidenmatt schwarz, dem Munitionsgurt mit Messing Alu und Stoff tönen. Die Holzteile wurden mit Acryl- und Ölfarben bemalt.

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Bemalung und Alterung:

Die Bemalung begann mit den weißen Flächen, für die Eisernen Kreuze, auf der Unterseite der unteren Tragfläche welche mit Tamya XF 2 bemalt wurde. Nachdem diese Flächen abgeklebt wurden bekamen die Unterseiten beider Tragflächen einen Farbauftrag mit Tamya XF 57. Als nächstes wurden der Rumpf, die Schwimmer, das Leitwerk und die Streben mit    XF 82 bemalt. Einige Details wie z.B. Metallbeschläge und Ruderanlenkungen bemalte ich mit XF 22. Nun wurden alle Teile mit Tamya Klarlack X 22 überlackiert. Nach Trocknung des Selbigen Kamen die Decals an die Reihe. Das Aufbringen selbiger geschah ohne Probleme wenngleich auch das saubere Aufbringen der großen Lozengedecals mehrere Durchgänge mit Weichmacher erforderte. Selbige wurden Gealtert indem ich jedes Sechseck an den Rändern mit dunkelbrauner Ölfarbe bemalte (es ist nicht so schlimm wie es sich anhört), und die Farbe anschließend in Flugrichtung verwischte. Die Decals wurden anschließen mit einer weiteren Lage X 22 versiegelt. Als nächstes klebte ich die Flügelrippen mit 0,75mm breiten Klebeband ab, und sprühte entlang diesem, mit einer 0,2mm Düse, stark verdünntes Tamya Smoke auf. An den Details und den Gravuren wurde noch ein Washing mit Mig`s Dark Wash durchgeführt. Um an den Schwimmern Ablaufspuren von Wasser zu erzeugen wurde ein Tamya Weathering Set verwendet. Zum Schluss wurde das Modell noch mit Revell Mattlack aus der Sprühdose Bemalt. Die Schichtholz Imitation am Propeller erfolgte mit 0,5mm breitem Klebeband und zwei unterschiedlichen Holztönen, der Kontrast zwischen beiden ist mit Ölfarbe abgemildert worden. Die Ölfarbe wurde mit X 22 versiegelt.

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Bild 10Verspannung:

Die Verspannung ist ein Angstthema vieler Modellbauer, ich muss aber Sagen es sieht schwieriger aus als es ist, man muss sich nur mal trauen es auszuprobieren. Da die W.12 nur sehr wenige Spanndrähte besitzt ist dies der ideale Bausatz um es einmal zu versuchen. Bevor ich mit der Verspannung beginne wird das Flugzeug bis auf wenige kleinteile komplett montiert. Das Aufsetzen der Oberen Tragfläche gelingt, dank der hervorragenden Passgenauigkeit, ohne Schwierigkeiten und langwieriges Ausrichten. Ich verwendete Spannschlösser von RB Productions und 0,15mm dicke Angel-schnur. Zuerst werden die Spannschlösser an ihre Positionen geklebt z. B. Ruderanlenkung oder unteres Ende der Flügelstrebe. Als nächstes wird ein Stück Angelschnur an das gegen-überliegende Ende geklebt z. B. Austrittsöffnung des Seilzuges oder oberes Ende der Flügelstrebe. Ist der Klebstoff getrocknet, ich verwende Sekundenkleber, wird die Schnur durch die Öse des Spannschlosses gefädelt und verklebt. Zum Schluss wird die Schnur noch mit der Farbe Steel bemalt.

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Diorama

Das Modell sollte auf einem kleinen Diorama präsentiert werden. Hierfür verwendete ich eine Grundplatte von Zukei Mura. Diese ist zwar schon farblich behandelt, allerdings wurde der Grünstreifen noch mit erdfarbenen Pigmenten versehen, und mit „ Grünzeug“ aus dem Modelleisenbahn-Zubehör bepflanzt. Die Böcke und das Transportgestell sind im Bausatz enthalten. Beides wurde mit XF 22, und einem dunklen Metallfarbton bemalt und an-schließend mit Dark Wash von Mig gealtert. Bei den Figuren entschied ich mich für den Beobachter und den Piloten von Model Cellar Productions. Sie wurden Hauptsächlich mit Acrylfarben bemalt, Lediglich für die Lichter im Gesicht wurde Ölfarbe verwendet und die Schatten wurden mit Wash-Produckten von Mig aufgebracht. Der Bau dieses Modells hat mir, wie bei allen von Wingnut Wings, großen Spaß gemacht.Die erstklassige Detailierung und die super Passgenauigkeit sind ein Traum. Ich freue mich schon auf mein nächstes Modell dieser Marke, mal sehen vielleicht wird es die Fokker DVII oder die DFW CV oder, oder, oder.

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