Hawker Sea Fury von Fisher Models 1/32 gebaut von Michi Eberl

Di, Jan 19, 2016

Bauberichte

sea fury

Sea Fury 1:32  gebaut von Michi Eberl

Der Bausatz:

Seit ich einmal einen Baubericht der Hawker Sea Fury von Fisher Models gelesen habe, ging mir der Bausatz nicht mehr aus dem Kopf. Heuer konnte ich mich dazu durchringen ihn zu bestellen. Die Bauteile sind in beigem und transparentem Resin gegossen. Die Gussqualität ist als gut zu bezeichnen. Rumpf, Tragfläche, Cowling und Motor sind an einem Stück gegossen, toll! Zur Bestückung der Tragflächen mit Außenlasten sind Zusatztanks, Bomben und Raketen vorhanden. Es liegen außerdem ein Metallfahrwerk, eine Ätzteilplatine und ein großer Decalbogen für vier Bemalungsoptionen bei. Darunter zwei Britische-, eine Australische- und eine Kanadische Maschine. Die Bauanleitung besteht nicht wie üblich aus Zeichnungen und Symbolen, sondern ist wie ein Baubericht aufgebaut, mit s/w Fotos und Text, welcher ausschließlich in Englisch gehalten ist. Grundlegende Englischkenntnisse sind also von Nöten.

 

Der Motor:

Klingt komisch ist aber so. Bei diesem Bausatz beginnt der Bau mit dem Propeller und Motor. Da ich den Propeller erst nach der Bemalung montieren wollte, habe ich ihn erst einmal zur Seite gelegt und gleich mit dem Motor begonnen. Wie Anfangs erwähnt ist der Motor an einem Stück gegossen, also beschränkt sich der „Zusammenbau“ nur auf die Bemalung. Zuerst wurde mattschwarz grundiert. Als nächstes wurden die Zylinder mit True Metal von AK in der Farbe Gunmetal bemalt. Die Abgasleitungen lackierte ich in Metallic Gray von Tamiya und ein Bereich kurz vor dem Ende wurde in US Interior Green von MR.Hobby bemalt. Um die Hitzeeinwirkung zu simulieren kam eine dünne Lage Tamiya Smoke. Die Zündkabel bekamen einen Anstrich in NATO-Black ebenfalls von Tamiya. Und zuletzt kam noch ein dunkles Washing über alles. Ich habe mich bei der Bemalung an Vorbildfotos gehalten, da die Farbangaben in der Anleitung sehr allgemein gehalten sind, das gilt auch für Cockpit und Fahrwerk.

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Das Cockpit:

Das Cockpit ist sehr detailreich. Hier dominiert ebenfalls die Farbe schwarz. Details wurden mit Acrylfarben der Marken Tamiya und Vallejo nach Vorbildfotos lackiert. Die Instrumentenskalen sind auf Papier gedruckt und müssen hinter die Ätzteile für das Instrumentenbrett geklebt werden, als Glasimitation dient ein Tropfen Klarlack. Alle Hebel, die Gurte und der Kompasshalter sind ebenfalls Ätzteile. Vorsicht ist beim Abtrennen der Kleinteile von Nöten, zum Glück liegen diese mehrmals bei. Es wurden an den meist beanspruchtesten Stellen Farbabplatzungen in Aluminium dargestellt. Außerdem wurden hervorspringende Details trockengemalt und Gravuren mit MIG Neutral Wash betont. Der Zusammen- und Einbau in den Rumpf verlief ohne Probleme.

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Flügel & Rumpf Montage:

Da die Gravuren an Rumpf und Tragflächen sehr unterschiedlich stark wiedergegeben sind, habe ich diejenigen die mir als zu schwach betont erschienen nachgezogen. Außerdem wurden ein paar Wartungsklappen ergänzt. Nun wurden das Höhenleitwerk mit Zweikomponenten-Klebstoff angeklebt um es noch ausrichten zu können. Die Querruder befestigte ich mit Sekundenkleber da die Passgenauigkeit recht gut war. Das sollte sich aber beim nächsten Abschnitt ändern. Vorne zwischen Rumpf und Tragflächen musste ca. 3 -4 mm mit Plasticsheet unterfüttert werden damit die Cowling bündig angepasst werden konnte. Ähnlich ging ich beim Spalt auf der Unterseite vor. Nachdem die daraus folgende Spachtel- u. Schleiforgie beendet war wurden im Fahrwerksschacht Leitungen und Kabel mit Draht ergänzt. Zuletzt montierte ich noch die Klappen für den Spornradschacht, die Positionslampen und die Frontscheibe. In die Positionslampen an den Flügelecken wurde jeweils ein kleines Loch gebohrt, in welches anschließend rote bzw. grüne Farbe eingebracht wurde. Anschließend wurde alles notwendige abgeklebt, um mit der Lackierung  beginnen zu können.

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Bemalung:

Ich entschied mich für die kanadische Variante. Zuerst wurde die Propellerhaube rot und die Propellerblatt Spitzen gelb bemalt. Da die Teile in einem sehr hellen Resin gegossen sind, konnte auf eine weiße Vorgrundierung verzichtet werden. Als nächstes wurde der Rest der Propellerblätter schwarz bemalt und mit derselben Farbe eine Vorschattierung durchgeführt. Der Bereich hinter den Auspuffstutzen wurde mit Alclad Aluminium bemalt. Nun lackierte ich die Rumpfseiten, Fahrwerksbeine, Fahrwerksklappen, Flaps und Unterseiten in Light Sea Grey (Tamiya XF25). Dabei wurde darauf geachtet, dass die Vorschattierung noch durchschimmert. Die Rumpf- und Tragflächenoberseiten wurden in Extra Dark Sea Grey(Gunze H-333) bemalt. Nachdem die Farbe getrocknet war erfolgte ein Auftrag mit Klarlack (Tamiya X-22). Darauf wurden dann die Decals aufgebracht. Die mehrfarbigen Abziehbilder  z. B. die Kokarden sind recht dick. Mit etwas Weichmacher ließen sie sich aber problemlos aufbringen. Um sie zu schützen wurde noch eine Schicht Klarlack aufgetragen.. Dann wurde ein Washing mit MIG Neutral Wash durchgeführt. Im Orginal waren die kanadischen Sea Fury’s glänzend lackiert. Das sähe am Modell zu Spielzeughaft aus, deshalb trug ich noch eine Schicht seidenmatt Klarlack von Gunze auf. Zum Schluss wurden wurden die Walk Ways abgeklebt und mit schwarz matt auflackiert und abschließend noch einige Gebrauchsspuren aufgebracht.

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Endmontage:

Los ging es indem ich im Fahrwerkschacht die Leitungen bemalte. Als nächstes wurde der Propeller montiert, hierfür liegt im Bausatz eine Montagevorrichtung bei. Nun wurden diverse Kleinteile wie Kühler, Fanghaken, MG Mündungen usw. montiert. Die Motorwartungsklappen und die Kabinenhaube wurden in geöffneter Position angebracht. Die Schnellverschlüsse der Wartungsklappen entstanden in Scratchbauweise. Nun klebte ich die Landeklappen in der Startposition fest. An Außenlasten brachte ich nur die Zusatztanks an. Für die Antenne hinter dem Cockpit verwendete ich Angelschnur. Nun war die Sea Fury endlich fertig.

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Fazit:

Mir hat der Bau der Sea Fury trotz so mancher Passprobleme großen Spass bereitet. Der Bausatz ist aber wirklich nur erfahrenen Modellbauern zu empfehlen. Man sollte unbedingt Erfahrung im Umgang mit Resin haben. Aber auf wen das zutrifft und bereit ist dafür über 200,-€ und Versandkosten hinzulegen, bekommt ein Imposantes Modell eines tollen Flugzeugs.

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