Messerschmitt Me 262 B-1a/U1 von Sven Müller

Di, Dez 13, 2016

Bauberichte

Revell Testshot Messerschmitt Me 262 B-1/U1 Nachtjäger im Maßstab 1:32

Ein Baubericht von Sven Müller

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Als Revell Anfang diesen Jahres einen neuen Me 262 Nachjäger angekündigte war ich doch etwas überrascht, gab es doch bereits von Trumpeter eine nachtaktive Me 262 in 1:32. Beim Betrachten der Testshot Teile zeigte sich allerdings dass die Revell 262 in vielen Punkten der fernöstlichen Konkurrenz überlegen ist. Dies wird besonders bei der Oberflächengestaltung deutlich. Hier ist Revell wesentlich näher am Vorbild.                                                                                                                                                                                                                                                                                                     Abweichend vom Bauplan begann ich den Bau mit der Waffenanlage, welcher ich zusätzlich noch die auffällige Verkabelung und die bekannten Placards spendierte. Erfreulicherweise hat Revell den Bordkanonen auch die innenliegenden Gurtkanäle spendiert, welche später nicht unbedingt sichtbar sind aber die Ausrichtung der Waffen erleichtern. Die Passgenauigkeit war, obwohl es sich noch um einen relativ rohen Testshot handelte, gut. Der Bugradschacht der auf der Unterseite der Waffenanlage aufgebaut wird wusste auch zu gefallen und weißt deutlich bessere Vorbildtreue im Vergleich zur Konkurrenz auf.

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Nach der Waffenanlage befasste ich mich mit der Tragfläche. auch hier hat Revell sehr gute Vorbildrecherche betrieben und den Bereich der Landeklappen wesentlich besser dargestellt als der Mitbewerber. Die Passgenauigkeit der Tragflächen bot keinen Anlass zur Kritik.

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Während die Tragfläche trocknete begann ich mit dem Cockpit, das leider etwas zerstückelt ist. Dies deutet allerdings auf weitere Versionen der Me 262 (Einsitzer ?) hin, verursacht aber bei meinem Testshot einige Stellen, die ein wenig mehr Aufmerksamkeit erfordern. Der modulare Aufbau des Cockpits bietet aber auch den Vorteil, dass einige Bauteile für die Lackierung besser zugänglich sind. Auch die Detaillierung der Instrumentenbrett-Rückseite wurde von Revell nicht vergessen. Allerdings müssen natürlich die Kabel ergänzt werden. Zusätzlich verbaute ich noch Photoätzgurte von Eduard. Der Serienbausatz stellt die Sitzgurte mit Hilfe von Decals dar, welche bei meinem Testshot noch fehlten.

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Der nächste Schritt bestand im Ausbau des Hauptfahrwerkschachtes, auch hier war die Passgenauigkeit der Bauteile absolut in Ordnung. Der Schacht und alle Bauteile wurden in verschiedenen Metalltönen von AK Interactive lackiert und anschließend mit verschiedenen Washings gealtert.

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Beim Leitwerk hat Revell eine sehr sinnvolle Idee umgesetzt und nicht nur die Ruderflächen separat umgesetzt, sondern auch das Flettnerruder am Seitenruder, was eine exakte Darstellungdes Ruders in ausgelenkter Psition extrem erleichtert. Der nächsteSchritt bestand im Anbau der Tragfläche an den Rumpf. Auch hier war die Passung gut. Es musste zwar minimal gespachtelt werden, allerdings handelt es sich ja um einen Testshot.

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Nachdem die Triebwerke an die Tragfläche montiert waren, wobei leider die hinteren oberen Übergänge zur Tragfläche leicht gespachtelt werden mussten, dies wird beim Serienmodell sicher nicht der Fall sein. Um eines der Triebwerke teilweise zeigen zu können entschied ich mich dazu die linke Treibwerksabdeckung abnehmbar zu gestalten. Anschließend musste noch die Frontscheibe und die Nase der 262 verbaut werden bevor die Lackierarbeiten beginnen konnten.

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Bei der Farbgebung entschied ich mich für die Rote 12 der 10/NJG11 da siese Maschine als Boxart dargestellt ist. Alternativ ist auch die Rote 8 möglich, welche heute in Johannesburg/Südafrika ausgestellt ist. Da meinem Testshot, wie schon erwähnt, noch keine Abziehbilder beilagen, musste ich meine Restekiste bemühen sowie mir mit Hilfe von Decalpapier einige notwendige Markierungen selbst drucken.

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Mit diesem Modell ist Revell sicher wieder ein guter Wurf gelungen. Außerdem lässt der Aufbau des Modell auf zukünftige Versionen zu einem angemessenen Preis der Me 262 in 1:32 hoffen.

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