Revells neue Brasilianerin – Embraer 195 Air Dolomiti

Do, Jun 9, 2016

Bauberichte

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Ausgepackt und gebaut von Sven Müller

Lange mussten die Fans der Airlinersparte auf eine echte Neuentwicklung von Revell warten. Um so größer war die Begeisterung als Revell eine neue Embraer 195 ankündigte. Auch die von Revell gewählte Airline Air Dolomiti wusste zu überzeugen. Leider wurde die Geduld der Modellbauer wieder einmal  auf eine harte Probe gestellt, da das Modell mit fast einem Jahr Verspätung auf den Markt kam.

Im März diesen Jahres war es endlich soweit und die Embraer landete in den Regalen, wo sie aufgrund des neuen Kartondesigns von Revell auch deutlich auffiel. Das das neue Kartondesign sehr an die Verpackungen eines dänischen Bausteineherstellers erinnert ist sicher nur ein Zufall. Nach dem Öffnen des Kartons fällt sofort das neue Layout der Bauanleitung auf, ein meiner Meinung nach längst überfälliger Schritt.

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Die beiliegenden Decals können mit ihrer sehr guten Qualität überzeugen. Allerdings wäre es schön gewesen, wenn Revell mehr als eine Registrierung sowie Decals für dunkle Fenster berücksichtigt hätte. Der Decalhersteller Daco hat sehr schnell reagiert und einen Ergänzungsbogen mit allen Registrierungen der gesamten Air Dolomiti Embraer 195 Flotte sowie den dunklen Fenstern herausgebracht.

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Wer schon einmal einen Airbus A320 oder eine Boeing 737 von Revell gebaut hat, wird beim Betrachten der Bauteile das Gefühl haben, einen alten Bekannten wieder zu sehen. Die Teile sind recht sauber gespritzt. Allerdings gibt es an einigen Stellen doch etwas Gussgrat, was bei einer Formneuheit schon überraschend ist.

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Wie sich der neue Airliner von Revell bauen lässt zeigt sich jetzt. Der Decalbogen von Daco stellt das einzig verwendete Zubehör dar.

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Der Bau der ERJ folgt dem für Airliner üblichen Weg. Obwohl es später nicht mehr zu sehen sein wird entschied ich mich für eine Bemalung des Cockpits um die vorhandenen Details für diesen Baubericht besser zeigen zu können. Ich verwendete verschiedene Grautöne und Schwarz von Gunze sowie ein Wash von AK Interaktive um die Konsolen etwas zu betonen.

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Bevor die Rumpfhälften geschlossen werden, sollte unbedingt an das notwendige Gewicht im Bug gedacht werden. Ich verwendete Angel-Grundblei. Abweichend vom Bauplan allerdings 30 Gramm, um absolut sicher ein Tailsetting der Embraer zu verhindern. Außerdem verbaute ich den Hauptfahrwerksschacht sowie die Rumpfunterseite (Teile A6 und B7) vor dem schließen der Rumpfhälften. Hiervon versprach ich mir eine bessere Passgenauigkeit der einzelnen Teile und weniger Nacharbeit.

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Die Fahrwerkschächte lackierte ich in Gunze H402 Braun, welches der Orginalfarbe doch sehr nahe kommt. Nachdem die Rumpfhälften verklebt waren wurde die Frontscheibe eingesetzt die überraschend gut passte.  Während der Rumpf trocknete begann ich mit der Montage der Tragflächen. Eine wirklich gute Neuerung des Bausatzes ist, dass die Winglets nicht mehr Stumpf an die Tragfläche geklebt werden müssen, sondern an die Tragflächen angegossen sind.

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Beim Anbau der Tragflächen zeigte sich eine wirklich gute Passgenauigkeit sodass hier keine Nacharbeit notwendig war. Wirklich wichtig ist in Baustufe 9 nicht die Höhenruder (Teile A31 und B30) zu verbauen, da sonst ein verkleben der Decals Nr. 1 und Nr. 3 unmöglich ist. Dieser Fehler ist leider typisch für Airliner Modelle egal von welchem Hersteller.

Bevor mit den Lackierarbeiten begonnen werden konnte, mussten noch die Triebwerke gebaut werden was absolut Problemlos verlief. Die Teile wurden mit verschiedenen Metalizer Farben lackiert.

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Nun konnten die Lackierarbeiten beginnen. Zuerst lackierte ich die Tragflächenvorderkanten mit White Aluminium von AK Interactive. Anschließend wurde die Embraer dem Bauplan folgend mit den Farben von Revell, welche sich gut verarbeiten ließen, lackiert.

Beim Aufbringen der Decals gab es auch nur kleinere Probleme die aber aufgrund der anspruchsvollen Air Dolomiti Lackierung zu erwarten waren. Revell stellt allerdings auf dem Decalbogen schon genug Ausbesserungsmaterial zur Verfügung.  Nachdem die Decals aufgetragen waren und die Turbinen montiert sind wurde das Modell mit einer Schicht Glanzlack versiegelt. Als letzter Schritt wurde das Fahrwerk verbaut, auch hier gab es keine Probleme.

Das Modell der Embraer stellt eine willkommene Bereicherung der Airliner Sparte dar und ist auch für weniger erfahrene Modellbauer geeignet.

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1 Kommentar zu “Revells neue Brasilianerin – Embraer 195 Air Dolomiti”

  1. Kai Reckstadt schrieb:

    Hallo Sven, kannst ja auch ohne Tarnung ;-) … Ist prima geworden, Deine brasilianische Schönheit! Glückwunsch ! Kai


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