Yakovlev Yak-3 von Special Hobby 1:32 ein Baubericht von Michi Eberl

Do, Mrz 22, 2018

Bauberichte

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1:32 Yakovlev Yak-3 von Special Hobby

Da ich letztes Jahr fast nur Modelle von WK.1 Flugzeugen gebaut habe, wurde es nun mal wieder Zeit einen Flieger aus dem 2.Wk. zu bauen. Meine Wahl fiel auf die Yak-3 von Special Hobby  in 1:32. Ich hatte den Bausatz in der Hi-Tech Ausführung bei dem auch Resin- u. Ätzteile dabei sind. Die Bauteile besitzen eine schöne Oberflächengestaltung und man hat die Wahl zwischen einer geschlossenen und einer geöffneten Kabinenhaube. Decals sind für fünf Maschinen des Normandie-Niemen Geschwaders dabei. Ich entschied mich für Option A. Dabei handelt es sich um das Flugzeug von Lt. Marcel Albert, er war nach Pierre Clostermann der erfolgreichste französische Jagdflieger.

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Cockpit:

Das Cockpit ist schon ab Werk sehr gut detailiert, somit habe ich mich entschlossen auf weiteres Zubehör zu verzichten und nur mit Bordmitteln, wo nötig, etwas zu verbessern. Am Instrumentenbrett und an den Seitenkonsolen habe ich zusätzlich ein paar Placards von Airscale angebracht. Das Funkgerät hat noch eine Verkabelung aus Draht erhalten. Bei den Farbangaben habe ich mich weitestgehend an die Bauanleitung gehalten. Nur mit der angegebenen Farbe Gunze H-51 für alle Innenbereiche und die Fahrwerkschächte war ich nicht zufrieden. Ich habe mir aus  aus Tamiya XF-22, Gunze H-51 u. H-325 und ein paar Tropfen weiß einen Farbton gemischt mit dem ich wesentlich mehr zufrieden war.

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Tragflächen:

Bei den Tragflächen habe ich zuerst die Fahrwerkschächte eingebaut. Hier haben die Teile E28 u. E29 nicht so ganz gepasst. Ich habe sie einfach etwas zurecht gebogen, dann ging es ganz gut. Bemalt habe ich die Schächte mit der erwähnten Farbmischung. Bevor man die oberen Hälften anklebt, müssen da noch die Tankanzeigen eingebaut werden. Zuerst klebt man die enthaltenen transparenten Linsen ein. Nun wird auf der Rückseite das entsprechende Decal aufgebracht und von hinten weiß bemalt. Beim Verkleben der Tragflächenhälften hat es an den Fahrwerkschächten etwas gezwickt, was mit etwas schleifen und dem Einsatz von Klammern aber gut in den Griff zu bekommen war.

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Rumpf:

Hier gibt es zwei Auswerfermarken, welche verspachtelt werden müssen. Anschließend habe ich die Cockpitwände und den Spornradschacht bemalt und mit einem Washing gealtert. Das Spornrad muss schon jetzt eingeklebt werden. Das Federbein wurde mit Bare Metal Foil beklebt. Die Kühler wurden nun auch mit Gunze H-18 bemalt und mit Dark Aluminium von AK Trockengemalt. Sie wurden ebenfalls schon jetzt an eine der beiden Rumpfhälften geklebt.Die Auspuffstutzen müssen auch vor dem Zusammenbau der Rumpfhälften montiert werden. Ich habe die Resinteile mit Gunze H-76 bemalt. Die Angussblöcke können ruhig am Bauteil verbleiben. Sie stören beim Ein- und Zusammenbau nicht. zu beachten ist auch, dass der erste Hilfe Kasten erst nach der Montage mit dem Cockpit einzukleben ist, sonst läßt sich der Rumpf nicht über das Cockpit schieben. Beide Hälften ließen sich ohne Probleme zusammenkleben. Es wurden nicht einmal Klammern benötigt. Es wurde auch nur sehr wenig Spachtelmasse gebraucht.

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Flächen & Rumpfmontage:

Der Cockpitboden befindet sich auf dem Tragflächenmittelstück, welches ich noch etwas mit Washing, Pigmenten und Lackbeschädigungen gealtert habe. Nun konnten Pedale, Steuerknüppel, Sitz und der Cockpitrahmen aufgeklebt werden. Den Steuerknüppel habe ich leicht nach vorne hängend angebracht, weil ich die Höhenruder etwas nach unten hängen lassen wollte. An den Trimmrädern wurden noch mittels EZ-Line die Seilzüge ergänzt. Nun konnte der Rumpf an die Tragfläche montiert werden. Hierbei zeigte sich, dass an der Flügelwurzel etwas gespachtelt werden musste. Die Höhen- u. Seitenruder konnten ohne Probleme montiert werden.

Nachdem alles verschliffen war konnte ich im Cockpit noch das Visier anbringen. Jetzt war es an der Zeit die Haube zu montieren. Es waren ein paar Anpassungsarbeiten notwendig. Durch den hinteren Haubenteil verläuft beim Orginal der Antennendraht. Um das nachbilden zu können habe ich erstmal am Funkgerät ein Stück EZ-Line angebracht. Nun wurde in die Haube ein 0.3 mm Loch gebohrt, durch welches die Schnur gefädelt, gestrafft und mit ganz wenig Sekundenkleber verklebt wurde. Ich verwende dafür einen Sekundelkleber der keine Ausblühungen hinterlässt. Der restliche Teil der Schnur wird nun unter der Maskierung der Haube versteckt. Außerdem habe ich das Staurohr durch einen Eigenbau aus Spritzkanülen und die Positionslichter durch Klarteile ersetzt. Am Seitenruder ergänzte ich die Ruderhörner mit Plastksheet.

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Fahrwerk:

Das Fahrwerk lässt sich einfach zusammenbauen. Ich habe eine Bremsleitung aus Draht ergänzt und die Federbeine wieder mit Bare Metal Foil beklebt. Alles wurde mit mit meiner eigenen Farbmischung lackiert. Für die Reifen verwendete ich Tamiya XF-85.

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Bemalung:

Nachdem ich Fahrwerkschächte, Cockpit und alle Lufteinläufe maskiert hatte, konnte ich mit der Lakierung beginnen. Zuerst habe ich das Flugzeug mit Tamiya Surface Primer grundiert. Danach folgte der Auftrag der schwarzen Vorschattierung. Nun habe ich zuerst die Unterseite mit MRP 18 bemalt. Diese Farben sind schon spritzfertig verdünnt und lassen sich hervorragend verarbeiten. Als nächstes wird die Unterseite abgeklebt und auf der Oberseite mit Blue Gray lackiert.  Das wird wiederum mit Patafixwürsten und Maskierband abgedeckt. Jetzt folgt der letzte Farbauftrag mit Dark Gray. Nachdem die Tarnbemalung fertig war, habe ich noch den Propeller schwarz bemalt und mich dem Spinner mit den drei aufgemalten Kreisen gwidmet. Zuerst wurde er komplett weiß lackiert. Nun habe ich den Bereich, der weiß bleiben sollte mit flexiblem Tamiya Maskierband abgedeckt und die blauen und roten Bereiche mit Gunze H-25 und H-3 aufgemalt.                                                     Nun wurde eine Lage Klarlack aufgebracht, gefolgt von den Decals. Diese ließen sich mit etwas Weichmacher wunderbar verarbeiten. Jetzt malte ich schon die Lackbeschädigungen auf, welche zusammen mit den Decals durch eine weitere Schicht Klarlack für das anschließende Washing vorbereitet und geschützt wurden. Nach Durchführung des Washings konnte schon die finale Mattlack  Schicht aufgetragen werden.

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Endmontage und Alterung:

Ich begann damit zuerst alle Maskierungen zu entfernen, mit Ausnahme des Cockpits. Montiert habe ich zuerst das Fahrwerk. Dabei muss man aufpassen, dass die abgeplattete Stelle der Resinräder auch den Boden berührt. Dazu diese am besten auf einer Glasplatte ausrichten. Den unteren Bereich der Fahrwerksklappen, die Räder und die Fahrwerkschächte habe ich mit Pigmenten verschmutzt. Ein paar Ölschlieren habe ich auf der Unterseite des Flugzeugs auch aufgemalt. Nun brachte ich an den Auspuffen noch eine Abgasfahne an. Bevor ich den Propeller montierte, habe ich auf den Blattrückseiten noch den Farbabrieb mittels Pigmenten aus einem Tamiya Weathering Set dargestellt. Die Maskierung der Cockpithaube wurde entfernt und der Antennendraht am Seitenruder befestigt. Den aufschiebbaren Teil der Haube habe ich nun in offener Position angebracht. An den Tankdeckeln wurden noch Kraftstoffrückstände angebracht und die Fahrwerksanzeiger aus Kupferdraht nachgebildet.

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Fazit:

Mit diesem Bausatz ist Special Hobby ein echtes Sahnestück gelungen. Es gibt zwar ein paar kleine Passungenauigkeiten, diese sollten aber kein ernsthaftes Problem darstellen. Mir hat der Bau dieses Modells wirklich sehr viel Spaß bereitet.

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